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Dicker Turm Schachverein DT Esslingen e.V. |
Veröffentlichung vom:
08.03.2026
Die Zweite musste heute durch ärgerliche Umstände in das freundlicherweise kurzfristig vom RSK zur Verfügung gestellte Ersatzspiellokal in der Kelterstraße ausweichen, um im eigentlichen Heimspiel der Kreisklasse die Gäste aus Ostfildern empfangen zu können.

Ein weiterer Malus war der plötzliche krankheitsbedingte Ausfall von Brett 8.
Und so ging leider die Runde mit 3:5 verloren.
An Brett 1 von Jochen Fuchs war die Partie quasi vor dem ersten Zug schon psychologisch entschieden.
Vermeintlich chancenlos wählte Fuchs an der entscheidenden Weggabelung der Eröffnungsphase, anstatt die Offensive zu wählen - bei besserer Berechnung mit Aussicht auf Qualitätsgewinn mit schlimmstenfalls unklarer Stellung - die Defensive ... und wurde bei heterogenen Rochaden einfach überrollt.
An 6 erreichte Matthias Giese ein Remis im Springerendspiel mit festgefahrenen Bauernketten.
Mannschaftsführer Guntram Doleschal (2) schätzte eine Opferkombination seines Gegenübers falsch ein und landete in einem Turmendspiel gegen verbundene Zentrums- und Freibauern und verlor.
Dann folgten drei weitere Partieresultate in kurzer Folge:
An 5 hatte Ronald Hahnke sich mit seinem jungen Kontrahenten in geschlossener Stellung auf Remis geeinigt - die folgende gemeinsame Analyse bestätigte das Ergebnis.
Sören Hader (3) gewann etwas glücklich ein Turmendspiel, als sein Gegner mit Minusbauer fahrlässigerweise einen Turmtausch anbot.
An 7 musste Esslingen ein enttäuschendes Remis akzeptieren, da Cédric Froidevaux früh mit einem Figurengewinn aus der Eröffnung gekommen war, jedoch in einem Endspiel mit Springer und wenigen Bauern landete - durch schwierige Manöver kürzte sich die Angelegenheit auf den blanken Springer herunter ...
Als letzter wieder Robert Schulz (4): auch hier eine geschlossene Stellung mit völlig ausgeglichenen Potenzialen, die bei schon entschiedenem Tagesergebnis die Punkteteilung nahelegten.
Trotzdem behauptet der Dicke Turm einen Mittelfeldrang in der Tabelle.
Autor: Jochen Fuchs
Veröffentlichung vom:
22.02.2026
Die erste Mannschaft vom SV Dicker Turm Esslingen reiste am 22.Februar zum SK Wernau II. Wir mussten an dem Tag mit drei Ersatzspielern antreten. Sehr schnell einigte sich Heinz Englmeier (1.Brett) mit seinem Gegenspieler auf ein Remis. Die nächste Partieentscheidung kam erst 2 Stunden später am 8.Brett zustande. Stefan Handl verlor im Mittelspiel einen Bauern, sein Gegner konnte diesen Vorteil aber nicht weiter ausnutzen und so einigte man sich ebenfalls auf eine Punkteteilung.
Eine weitere Stunde später wurden in kurzer Folge gleich drei Partien beendet. Zunächst opferte Harald Blum (3.Brett) seinen Läufer, um später 4 Bauern zu ergattern und vollendete diesen Vorteil mit dem Sieg dieser Begegnung. Kurz danach folgte ein Remis für Michael Ramin (5.Brett), sein Gegner konnte zwar seinen Bauern g7 bis auf g4 vorrücken, aber keinen wirklichen Druck gegen den König aufbauen. Recht abwechslungsreich war die Partie von Robert Schulz (7.Brett). Zunächst gewann er einen Bauern, verlor aber später eine Qualität (Springer gegen Turm). Wieder aber konnte ein Spieler aus Wernau den materiellen Vorteil nicht nutzen und die Partie verflachte dann zum Unentschieden.
Das zwischenzeitliche 3:2 für die Esslinger Schachfreunde machte Hoffnung. In einer geschlossenen Stellung gelang Sebastian Manecke (4.Brett) eine Qualität und einen Bauern zu erobern. Nachdem sich die Stellung weiter öffnete, folgte auch der Partiegewinn. Sebastian hat mit 5,0 Punkten in 6 Partien bisher eine sehr gute Ausbeute in der Bezirksliga erzielt. Nach dem 4:2 fehlte nur noch ein kleiner Schritt zum Gesamterfolg. Günter Kunert (2.Brett) baute mit seinen Figuren im Mittelspiel immer mehr Druck gegen die Königsstellung auf. Das brachte seinen Gegner in erhebliche Zeitnot, der nicht mehr die richtigen Verteidigungszüge fand. Das nutzte unser Esslinger Schachfreund gekonnt zum Sieg aus. Günters Bilanz mit 5,0 Punkte aus bisher 7 Partien ist ebenfalls ein Baustein für die gute Saison der ersten Mannschaft. In der letzten offenen Partie verlor Sören Hader (6.Brett) einen Bauern und verpasste die Gelegenheit, diesen mit Hilfe eines Grundreihenmatt zurückzugewinnen. Diesmal nutze der Spieler auf der Seite von Wernau den Materialvorteil aus und holte den einzigen Bretterfolg.
Mit dem 5:3 Erfolg nach viereinhalb Stunden konnte die 1.Mannschaft aufgrund des 2,5:5,5 zwischen SF Deizisau III gegen Ssg Fils-Lauter zum ersten Mal in der Bezirksliga die Führung übernehmen. Allerdings ist der Vorsprung hauchdünn.
Die Tabellenspitze:
1.SV Dicker Turm Esslingen 12:2 Mannschaftspunkte 34,5 Brettpunkte
2.Ssg Fils-Lauter 12:2 Mannschaftspunkte 34,0 Brettpunkte
3.SF Deizisau III 10:4 Mannschaftspunkte 34,0 Brettpunkte
In den noch zwei anstehenden Begegnungen gegen SF Göppingen III und SV Wendlingen wird es auch auf die Brettpunkte ankommen, die als Zweitwertung nach den Mannschaftspunkten angewendet werden.
Autor: Sören Hader
Veröffentlichung vom:
14.02.2026
Bei der Stadtmeisterschaft befindet man sich zwei Runden vor Schluss auf der Zielgeraden. Und noch ist alles offen. Momentan auf Platz 3 Jochen Fuchs, auf 12 Hans Schreiber, Sören Hader auf 17 und kurz dahinter, auf dem 19. Platz, Ronald Hahnke.
Zum Zwischenbericht beim ausrichtenden Freibauern.

Autor: Jochen Fuchs
Veröffentlichung vom:
09.02.2026
Dank der regen Zunahme in unserem Jugendbereich wurde für das erste Halbjahr 2026 ein eigenes Schülerturnier ausgeschrieben. Am 7.Januar haben sich gleich 8 Kinder und Jugendliche angemeldet, um an diesem neuen Format teilzunehmen. Gespielt wird im Rundensystem. Jeder spielt gegen jeden 2 Partien mit wechselnden Farben. Die Bedenkzeit beträgt 15 Minuten pro Partie.

Für die Kinder ist es eine gute Übung, wichtige Elemente im Schach zu lernen. Zum einen ist es der Umgang mit der Uhr. Nach jedem Zug wird die Schachuhr gedrückt, und die Bedenkzeit des Gegenspielers in Gang gesetzt. Im jungen Alter vergisst man noch oft das regelmäßige Drücken, aber Übung macht den Meister. Wichtig ist ebenfalls, sich die Bedenkzeit gut einzuteilen, und weder zu überhastet, noch zu langsam zu spielen, sondern die besten Züge innerhalb der Zeit zu finden. Und die Schüler lernen auch eine wichtige Grundregel, die da lautet "Berührt-Geführt" und im Wettkampfsport unerlässlich ist.
Jeden Mittwoch spielen unsere Schüler einige Partien, deren Ergebnisse dann in die Turniertabelle eingetragen werden. Insgesamt haben sich 9 junge Schachfreunde angemeldet. Bemerkenswert ist, dass 5 von ihnen erst 7 Jahre oder jünger sind und viel Ehrgeiz am Brett zeigen.
Momentan führt Jonathan Arnold mit der optimalen Punkteausbeute aus 10 Siegen in 10 Partien die Tabelle an. Es folgen William Green (8 Punkte/10 Partien), Felix Forster (4 Pkt. aus 9), Luca Baumann (4 Pkt. aus 10), Timo Metzger (3 Pkt. aus 7), Avyaan Anand (3 Pkt. aus 10), Dhanan JK (1 Pkt. aus 3), Akira Rao (0 Pkt. aus 2) und Karl Löffler (0 Pkt. aus 5). Da unterschiedlich viele Partien pro Spieler noch ausstehen, kann sich noch eine Menge in der Reihenfolge ändern. Wir hoffen, dass alle Teilnehmer bis zum Schluss durchhalten werden und jede Partie ausgekämpft wird. Auch für den Jugendleiter und die Trainer (Sören Hader, Udo Scharrer und Norbert Schick) ist das eine neue Erfahrung. Zum Abschluss gibt es eine offizielle Siegerehrung mit Pokalen und Sachpreisen, die vom Verein gesponsert werden.
Alle anderen schachinteressierten Kinder aus der Umgebung dürfen unabhängig vom Schülerturnier bei unserem Training jeden Mittwoch ab 18 Uhr im Trödler vorbeischauen.
Autor: Sören Hader
Veröffentlichung vom:
01.02.2026
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In der 5.Runde der Kreisklasse ging es für die zweite Mannschaft zum Tabellenletzten SC Geislingen I. Was sich zunächst wie einfache Aufgabe anhört, war es in über 4,5 Stunden Spielzeit nicht wirklich. Zum einen hat SC Geislingen als Aufsteiger aus der A-Klasse eine gute Saison 2024/25 gespielt und besitzt vor allem an den vorderen Brettern gute Einzelspieler. Zum anderen mussten wir zwei Stammkräfte ersetzen, die in der Woche in Wijk aan Zee spielten (siehe Bericht).
Nach knapp 2 Stunden holte Ersatzmann Marc Klopfer (8.Brett) den ersten vollen Punkt. In der Eröffnung konnte unser Schachfreund einen Bauern gewinnen. Der um über 600 DWZ-Punkte stärkere Gegner rochierte seinen König nicht, so dass der Esslinger mit beiden Springer diesen quasi aufgabelte und Material gewann, eine wirklich schöne Leistung. Der zweite Ersatzmann Gerd von Olnhausen (7.Brett) kam stabil aus der Eröffnung und sicherte ohne größeres Risiko im Schwerfigurenendspiel das Unentschieden ab. Kurz danach holte auch Matthias Giese (4.Brett) einen halben Punkt. Sein Bauernvorstoß am Damenflügel wurde mit einem gegnerischen Bauernvorstoß am Königsflügel ausgeglichen.
Alle restlichen Bretter wurden voll ausgekämpft. Ronald Hahnke (3.Brett) konnte mit Weiß durch den Bauernvorstoß e4-e5 Druck im Zentrum erzeugen. Seine starke Gegnerin (DWZ 1811) initiierte auf dem Damenflügel Gegenspiel, welches aber unser Esslinger Schachfreund gut abwehrte und seinerseits sogar Mattdrohungen aufstellen konnte. Man einigte sich auf Remis und zum zwischenzeitlichen 2,5-1,5 für Esslingen. Cédric Froidevaux (5.Brett) hatte zunächst gutes Figurenspiel nach der Eröffnung. Er wagte ein Figurenopfer für zwei Bauern und nach einer langen Zeit ging die gegnerische Dame in die Falle, ein voller Punkt war das Ergebnis.
Mit dem 3,5-1,5 schien der Sieg nahe, aber die restlichen drei Partien waren alle in eine kritischen Phase angelangt. Stefan Handl (6.Brett) konnte in einem Leichtfigurenendspiel die Stellung lange ausgeglichen halten. Dann ging aber ein Bauer zu viel verloren, der nicht mehr aufzuhalten war. Die erste Niederlage für heute. Sören Hader (2.Brett) musste mit Schwarz die ungewöhnliche Eröffnung f2-f4 parieren. Die Abwicklung ins Turmendspiel brachte gegenseitige Gefahr durch potentielle Freibauern. Der Esslinger Schachfreund zog lieber die Dauerschachoption, um das 4-3 und mindestens einen Mannschaftspunkt für die Mannschaft zu sichern. Nun lag alles in den Händen von Guntram Doleschal (1.Brett). Sein Gegner drückte mit seinen Bauern die Stellung sehr ein, so dass Guntram mit den weißen Steinen eine richtige Festung bauen musste. Er opferte sogar die Qualität, um alle Angriffspunkte zu neutralisieren (siehe Foto oben). Der Geislinger Läufer erwies sich als nutzlos, der nirgendwo einschlagen konnte. Obwohl der Geislinger Schachfreund auf Sieg spielen musste, akzeptierte er das aussichtslose Unterfangen und willigte in die Punkteteilung ein.
Mit dem knappen 4,5-3,5 Erfolg sicherte die zweite Mannschaft den 4.Tabellenplatz ab und ist auf einem guten Weg, die Klasse zu halten.
Autor: Sören Hader
Veröffentlichung vom:
01.02.2026
Erfolgreicher Abschluss einer schönen Turnierreise. Robert Schulz und Jochen Fuchs wurden in ihren jeweiligen Gruppen geteilter Zweiter (siehe hierund hier)!
Viele Eindrücke, Erlebnisse und Begegnungen waren dabei. Strandspaziergänge und Ausflüge wie ins schöne Haarlem.




Autor: Jochen Fuchs
Veröffentlichung vom:
26.01.2026
Veröffentlichung vom:
26.01.2026
Zum ersten Mal trat der SV Dicker Turm Esslingen mit einer kleinen Delegation bei den Bezirksmeisterschaften Neckar-Fils der Jugend an. Diese fand am 24. und 25.Januar 2026 im Haus der Jugend in Göppingen statt. Die besten Kinder und Jugendliche der Landkreise Esslingen, Göppingen, Tübingen und Reutlingen spielten in den Altersstufen U08 bis U25 um Punkte und Platzierungen.

Insgesamt freuten sich 4 Schüler unseres Vereins auf die schachlichen Herausforderungen. In der U08 fanden die Schnellschachmeisterschaften mit 20 Minuten Bedenkzeit statt. Mit insgesamt 10 Kindern gab es einen Teilnehmerrekord, 3 von ihnen kamen von unserem Verein. Am Samstag wurden insgesamt 7 Runden Schweizer System gespielt. Eine sehr gute Platzierung erzielte Avyaan Anand mit 3,5 Punkten. Das bedeutete Platz 5. Nach einem guten Start hat unser Schachfreund sogar gegen den späteren Turniersieger Shreyan Sadhukhan (SF 1876 Göppingen) die Dame gewonnen. Im offenen Kampf holte aber der Göppinger das Material zurück und gewann die Partie noch. Dhanan Jagadesan und Luca Baumann holten 2,5 Punkte und die Plätze 7 und 8. Die Partien waren insgesamt sehr abwechslungsreich. In dieser Altersstufe fehlte vielen noch die Routine im Uhrendrücken und erkennen von einzügigen Matts. So manche Partie ging Unentschieden wegen eines Patt zu Ende. Aber nur aus Fehlern kann man auch lernen. :-)

Die Veranstalter sorgten neben den beiden Turniersälen auch für ausreichend kostengünstige Verpflegung. Die Altersstufen U10 (und höher) mussten sogar an zwei Tagen ihr schachliches Können unter Beweis stellen. Jonathan Arnold trat für unseren Verein bei der U10 an. Mit jeweils 60 Minuten Bedenkzeit und Schreibpflicht benötigte man bei 7 Runden viel Ausdauer. Jonathan brachte viel Kampfgeist mit und startete gut mit 4 Punkten aus den ersten 5 Partien. Dann musste er gegen den späteren Turniersieger Gabriel Teixidor Gonzalo vom SG Königskinder Hohentübingen antreten. Diese Hürde erwies sich noch als zu hoch und verlor mit den weißen Steinen. Am Ende kam ein sehr guter 5.Platz von 23 Teilnehmern zustande (4 Punkte).

Der Verein bedankt sich bei allen Eltern der teilnehmenden Schüler, die sich um die Anreise und weitere Verpflegung ihrer Schützlinge kümmerten.
Endstand U08
Endstand U10
Autor: Sören Hader
Veröffentlichung vom:
24.01.2026
Mit Robert Schulz und Jochen Fuchs sind dieses Jahr zwei vom Dicken Turm im Amateurteilnehmerfeld beim renommierten Tata Steel Chess Tournament in Wijk aan Zee mit von der Partie. Sie spielen das große neunrundige Amateurturnier mit, das gestern startete.

Blick von der Empore in die Haupthalle des Turniers

Kleine urige Cafés und Kneipen der Umgebung sind ganz auf das Event ausgerichtet
Autor: Jochen Fuchs
Veröffentlichung vom:
20.01.2026
Ein Bericht von Michael Ramin zum 6. Spieltag der Bezirksliga
Wir konnten bis auf Andreas in Bestbesetzung antreten, somit waren wir nominell an allen Brettern teils deutlich stärker.
Das erste Remis kam von Christian. Er hatte im Mittelspiel einen etwas
ungenauen Zug gewählt und musste mit Remis zufrieden sein.
Das zweite Remis steuerte Harald in ausgeglichener Stellung bei.
Die hinteren Bretter folgten kurz nacheinander. Ich selber bestrafte die
ungenaue Eröffnung meines Gegners und konnte früh einen Bauern und zwei Figuren für einen Turm gewinnen. Die entstandene Position war nach ein paar Zügen klar gewonnen, mein Gegner
gab auf.
Jan gewann nach beidseitigen Ungenauigkeiten eine Figur, damit stand es 3:1.
Sebastian folgte mit einer sehenswerten Angriffspartie. Den Matt-Angriff konnte sein Gegner nur unter Figurenverlust vermeiden. Nach Abtausch blieb die Mehrfigur und ein klar gewonnenes Endspiel mit
folgendem Bauerngewinn - 4:1.
Günter gewann zunächst im späten Mittelspiel einen Bauern, kurz darauf eine ganze Figur. - 5:1.
JP konnte seine schlechtere Stellung halten (er hatte zeitweise zwei Bauern weniger) und erzielte nach langem Kampf das 3. Remis.
Heinz spielte am längsten, er knetete aus der etwas besseren Position (sein Gegner hatte einen Doppelbauern) so lange, bis er in ein gewonnenes Bauernendspiel überleiten konnte.
Somit blieb unter dem Strich ein überzeugendes und solides 6,5:1,5
Autor: Jochen Fuchs
Veröffentlichung vom:
23.12.2025
Im November berichteten wir über die Württembergische Amateurmeisterschaft. Bundesweit gibt es seit 2001 eine eigene Serie, die vom Deutschen Schachbund organisiert wird, die Deutsche Schach-Amateurmeisterschaft, kurz DSAM. Sie findet mit insgesamt 7 Vorrundenturnieren statt, die klassischerweise an den Wochenenden (Freitag bis Sonntag) über 5 Runden gehen. Die Besonderheit ist, es wird insgesamt an 7 verschiedenen Leistungsgruppen von A bis G gekämpft, und bietet damit für jeden Spieler reale Gewinnchancen.
Im Schach spricht man im allgemeinen von Amateur, wenn ein Spieler keine ELO-Zahl von mind. 2400 oder 2350 besitzt und trifft wohl auf fast alle Schachfreunde und Leser dieser Seite zu. ;-) Der Deutsche Schachbund möchte damit den Breitensport fördern und die Vorrunden genießen eine immer größere Beliebtheit. Auch dieses Mal nutzte Vereinsspieler Sören Hader kurz vor Weihnachten die Gelegenheit in Gruppe E gegen gleichwertige Spieler anzutreten.
Austragungsort war das Maritim Hotel in der ehemaligen Hauptstadt Bonn. Das Hotel bot eine geeignete Spielstätte in passender Größe an. So konnten einmalig in dieser Turnierserie alle Teilnehmer im selben Raum auf verschiedenen Ebenen spielen. Schon im Vorfeld war bei den Anmeldungen die obere Grenze von 725 Teilnehmern erreicht. Wer sich erst später meldete, musste Platz in den Wartelisten nehmen und hoffen, noch in das Feld reinzurutschen.
Das Hotel bot einige Annehmlichkeiten an. Neben dem großen Spielsaal gab es einige kleine Räume zum Ausruhen, Unterhalten und Analysieren. Zu Mittag wurde ein preiswertes Menü zur Stärkung angeboten. Ein (echter) Großmeister, Christopher Noe vom Bundesligisten SC Eppingen, stand zudem zur Verfügung, die eigene Partie im Anschluss analysieren zu lassen.
Trotz der vielen Teilnehmer hatte man ruhige Bedingungen am Brett. Die Doppelrunden am Freitag und Samstag kosteten schon viel Kraft, wenn man seine Partien voll ausspielte. Der Esslinger Schachfreund Sören Hader kam in den ersten drei Parteien schwer in die Eröffnung rein und musste jeweils um den Ausgleich kämpfen. Durch einige Zähigkeit im Mittel- und Endspiel kamen ein Sieg und zwei Unentschieden zustande. Nach einem leichteren Sieg in Runde 4 stand er mit 3,0 Punkten an der erweiterten Spitze vor dem Sonntag.
Für viele Spieler ist dieser Sonntag ein besonderer Tag, denn in der letzten Runde besteht noch die Möglichkeit, eine der 7 begehrten Qualifikationsplätze pro Gruppe für das Finalturnier im Juli 2026 in Dresden zu ergattern. Durch die direkten Ansetzungen am Brett entstehen spannende, auch dramatische Duelle, wo oft nur ein Sieg die Chance auf die Qualifikation wahrt. Insgesamt konnten an die 20 Spieler in der Gruppe E mit 3 und mehr Punkten darauf noch hoffen. Am Brett hatte Sören Hader die weißen Steine und hielt zunächst in der Sizilianischen Drachenvariante das Läuferpaar. Nach weiterem Abtausch der Figuren entstand ein Endspiel mit Läufer und 5 Bauern gegen Springer und 5 Bauern. In derartigen Stellungen ergeben sich im Duell der Leichtfiguren unterschiedliche Konstellationen. Der Läufer ist die schnellere Figur, erreicht aber nur die Hälfte aller Felder auf dem Brett. Der Springer, kleinschrittiger, kann zwischen den Brettfarben wechseln, benötigt aber dazu einigen Anlauf. Nach knapp 60 Zügen sah keiner der beiden Seiten noch ein Weiterkommen der jeweiligen Bemühungen. Man einigte sich schweren Herzens auf ein Remis, im Wissen, dass man für die ersten 7 Plätze mindestens 4,0 Brettpunkte benötigen wird. So reichte es am Ende für Platz 15 (von 96 Teilnehmern in der Gruppe) und dem Zugewinn von 8 DWZ-Punkten.
Die hohe Teilnehmerzahl und auch die gute Durchmischung von Jung und Alt zeigt, dass der Breitensport im Schach weiterhin eine Zukunft hat und die kurzen Wochenendturniere eine steigende Nachfrage genießen. Den einzigen Wunsch, den der Autor hier noch aussprechen möchte ist, dass in der neuen Serie auch ein solches Turnier in Baden-Württemberg oder zumindest im benachbarten Hessen oder Rheinland-Pfalz wieder mal stattfindet.
Zur Turnierseite.
Autor: Sören Hader
Veröffentlichung vom:
21.12.2025
Hier eine kurze Zusammenfassung der Geschehnisse vom heutigen 5. Spieltag in der Bezirksliga - von Michael Ramin:
Brett 1) Heinz Englmeier kam nicht besonders mit der Behandlung der Sizilianischen Eröffnung seines Gegners zurecht - und verlor eine Qualität sowie einen Bauern; glücklicherweise konnte er seinem Gegner ein Remis abringen.
Br. 2) Günter Kunert hatte in komplizierter Stellung einen Bauern gewonnen. Sein Gegner konnte aber ins Dauerschach abwickeln, was Günter nur unter Rückgabe des Bauern nebst schlechterer Position hätte ablehnen können - Remis.
Br. 3) Harald Blum wickelte in ein Leichtfigurenendspiel mit gleichen Bauern ab, der Vorteil des Läuferpaares war marginal - Remis.
Br. 4) Jens-Peter Schulz kam zu aktiver Stellung mit einem Bauern weniger, gab dies dann wegen sich anbahnender Zeitnot remis.
Br. 5) Ich selber wählte nach der Englischen Eröffnung eine Fortsetzung, mit deren Ende ein Bauernverlust einherging, anstatt alle Schwerfiguren abzutauschen (mit "Spiel auf ein Tor") - mein Gegner nahm das Remisangebot an.
Br. 6) Jan Albruschat hatte zwischenzeitlich einen Mehrbauern und die deutlich bessere Position,
musste sich aber nach drei (!) schwächeren Zügen mit Remis begnügen.
Br. 7) Stefan Handl hatte eine gewohnt komplizierte Stellung herausgespielt, opferte (wohl zu optimistisch) im Zentrum eine Figur und gewann zwischenzeitlich vier (!) Bauern dafür. Lange sah es aus, als würde dies durchschlagen, aber sein Gegner gewann Bauern zurück. Es war die letzte Partie, und der gegnerische Springer schlug einen Bauern - dann sah der Gegner Gespenster (der deckende Turm war zwar gefesselt, hätte aber den fesselnden Turm schlagen können), dachte, er verliert die Figur, und gab auf.
Ein schönes Weihnachtsgeschenk!
Br. 8) Suat Duran gewann nach der Eröffnung solide einen Bauern und führte diesen Vorteil souverän zum Sieg.
Alles in allem ein ziemlich glücklicher 5:3-Sieg für uns!
Autor: Jochen Fuchs
Veröffentlichung vom:
20.12.2025
Michael Ramin fasst kurz den vergangenen Spieltag der Ersten zusammen:
Erstmals in dieser Saison konnten wir zum Heimspiel gegen Deizisau 3 in
Bestbesetzung (die ersten 8 Bretter) antreten!
An Brett 1 kam ein spannendes Leichtfigurenendspiel aufs Brett, in dem
Andreas Reuß etwas mehr Raum hatte.
Durch geduldiges Manövrieren brachte er sein Gegenüber in Zugzwang - 1:0
An Brett 2 konnte der Gegner von Heinz Englmeier einen Mattangriff nur durch einen
Bauernverlust abwenden.
Diesen Vorteil münzte Heinz gekonnt und gewohnt sicher um. 1:0.
An Brett 3 gewann Günter Kunert nach taktischen Verwicklungen im Mittelspiel eine
Figur, darauf gab sein Gegner auf. 1:0.
Die Bretter 4-6 sowie Brett 8 mündeten nach ausgeglichenem Spiel jeweils im
sicheren Remishafen.
Da unser Sebastian Manecke an Brett 7 bereits lange zusehen konnte (sein Gegner
erschien nicht und er gewann kampflos), konnten wir sicher gewinnen, am Ende stand es 6:2 und der zweite
Tabellenführer wurde entthront.
Am 21.12. (4. Advent) kommt es zu einem etwas kuriosen "Auswärtsspiel"
zuhause in der alten Aula (der Gegner, aktuell Tabellendritter, Zell u. A. muss kurz vor Weihnachten
ausweichen mangels Spiellokal).
Mit einem Sieg könnten wir uns oben festsetzen, zumindest wäre der
Klassenerhalt schon vor Weihnachten perfekt!
Autor: Jochen Fuchs
Veröffentlichung vom:
18.12.2025
Am letzten Mittwoch vor Weihnachten fand wieder die traditionelle Weihnachtsfeier im Rittersaal des Spiellokals Trödler zur Burgschenke statt.
Und dieses Jahr sollte es richtig voll und lebhaft werden - nicht zuletzt wegen der zahlreich anwesenden Kinder und Jugendlichen schon im ersten Teil des Abends - ein sichtbarer Erfolg der großartigen Jugendarbeit des neuen Jugendleiters Sören Hader, der zusammen mit seinem engagierten Team in kurzer Zeit auf die Beine gestellt hat, was noch vor ein, zwei Jahren niemand für möglich gehalten hätte. Auch einige Eltern und Gäste waren anwesend und schauten dem spielbegeisterten Nachwuchs bei einem kleinen Simultanmatch zu. Belohnt wurden die jungen Spieler schließlich mit einem Extra-Festessen.

Danach begann allmählich der offizielle Teil des Abends, der mit der kurzen Ansprache des Vorsitzenden Bernd M. Stüben eröffnet wurde. Auch der Spieleiter Suat Duran erstattete noch einen kurzen Saisonzwischenbericht, bevor das Hirschgulasch-Menü serviert wurde.
Nach diesem eher gemütlichen Teil wurden die Tische für das anschließende ebenso traditionelle Blitzturnier präpariert. Erstmals wurden dafür zwei Gruppen gebildet.

Als Finalisten setzten sich schließlich Udo Scharrer und Sebastian Manecke durch.


In einem spannenden Finalmatch siegte Udo Scharrer und erhielt als Preis ein wertvolles Antikspielset ...

Autor: Jochen Fuchs
Veröffentlichung vom:
14.12.2025
Dass man heute in Runde 4 der Kreisklasse daheim im Stadtderby "nicht hoch gewinnen" würde, war angesichts der spielstärkemäßigen Überlegenheit des Freibauern 2 an allen Brettern absehbar - doch die Deutlichkeit der 2:6-Niederlage schmerzte dann doch und hätte nicht sein müssen.

Am 6. Brett profitierte Matthias Giese zunächst von einem inkorrekten, nicht durchschlagenden Qualitätsopfer seines Gegners, doch behielt dieser noch genug Initiative, um in ein nicht ungefährliches Endspiel zu kommen. So nahm Giese das Remisangebot nachvollziehbarerweise lieber an.
Fuchs an 1 lieferte eine miserable Vorstellung ab: die fahrige Eröffnungsphase hinterließ eine ramponierte Bauernstruktur und unkoordinierte Figuren, welche dann auch noch in einen Läuferspieß taumelten ...
Der Joker Gerd von Olnhausen, wieder als Ersatz am Schlussbrett, zog mit etwas Glück! In gedrückter Stellung entschied er sich für ein Qualitätsopfer als Befreiungsschlag im Zentrum, was der Gegner aber parieren konnte. Nur verrechnete sich dieser dann an der Schwelle zum Endspiel, so dass von Olnhausen mit einem Mehrbauern ins Turmendspiel gehen und gekonnt einen Punkt holen konnte.
Mannschaftsführer Guntram Doleschal (2) stand lange ausgeglichen und weitgehend stellungssymmetrisch - doch lief er zum Schluss in einen nicht mehr zu verteidigenden Doppelangriff auf die Grundreihe.
Sören Hader (3) verlor im dichtgepackten Zentrum einen eingekreisten Läufer und erlebte schließlich die volle Härte eines konzertierten Schwer- und Leichtfigurenmattangriffs auf seinen König.
Ohne Zeitnotschlacht kam diesmal Ronald Hahnke (5) aus. Eine ausgeglichene Stellung legte den beiden Kontrahenten bald eine Punkteteilung nahe, die mehr oder weniger forcierten Abtausche standen kurz bevor.
Am 7. Brett hatte Stefan Handl die Qualität gewonnen, doch gelang seinem Gegenüber ein erfolgreicher Bauernsturm auf die große Rochadestellung.
Zuletzt noch Robert Schulz (4): geschlossene Stellung, eingekeilte Figuren beiderseits, doch der "Freibauer"-Spieler erwies sich als strategisch überlegen und zerdrückte die Rochadestellung mit seiner Schwerfigurendrucksäule.
Autor: Jochen Fuchs