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Dicker Turm Schachverein DT Esslingen e.V. |
Veröffentlichung vom:
01.02.2026
Erfolgreicher Abschluss einer schönen Turnierreise. Robert Schulz und Jochen Fuchs wurden in ihren jeweiligen Gruppen geteilter Zweiter (siehe hierund hier)!
Viele Eindrücke, Erlebnisse und Begegnungen waren dabei. Strandspaziergänge und Ausflüge wie ins schöne Haarlem.




Autor: Jochen Fuchs
Veröffentlichung vom:
26.01.2026
Veröffentlichung vom:
26.01.2026
Zum ersten Mal trat der SV Dicker Turm Esslingen mit einer kleinen Delegation bei den Bezirksmeisterschaften Neckar-Fils der Jugend an. Diese fand am 24. und 25.Januar 2026 im Haus der Jugend in Göppingen statt. Die besten Kinder und Jugendliche der Landkreise Esslingen, Göppingen, Tübingen und Reutlingen spielten in den Altersstufen U08 bis U25 um Punkte und Platzierungen.

Insgesamt freuten sich 4 Schüler unseres Vereins auf die schachlichen Herausforderungen. In der U08 fanden die Schnellschachmeisterschaften mit 20 Minuten Bedenkzeit statt. Mit insgesamt 10 Kindern gab es einen Teilnehmerrekord, 3 von ihnen kamen von unserem Verein. Am Samstag wurden insgesamt 7 Runden Schweizer System gespielt. Eine sehr gute Platzierung erzielte Avyaan Anand mit 3,5 Punkten. Das bedeutete Platz 5. Nach einem guten Start hat unser Schachfreund sogar gegen den späteren Turniersieger Shreyan Sadhukhan (SF 1876 Göppingen) die Dame gewonnen. Im offenen Kampf holte aber der Göppinger das Material zurück und gewann die Partie noch. Dhanan Jagadesan und Luca Baumann holten 2,5 Punkte und die Plätze 7 und 8. Die Partien waren insgesamt sehr abwechslungsreich. In dieser Altersstufe fehlte vielen noch die Routine im Uhrendrücken und erkennen von einzügigen Matts. So manche Partie ging Unentschieden wegen eines Patt zu Ende. Aber nur aus Fehlern kann man auch lernen. :-)

Die Veranstalter sorgten neben den beiden Turniersälen auch für ausreichend kostengünstige Verpflegung. Die Altersstufen U10 (und höher) mussten sogar an zwei Tagen ihr schachliches Können unter Beweis stellen. Jonathan Arnold trat für unseren Verein bei der U10 an. Mit jeweils 60 Minuten Bedenkzeit und Schreibpflicht benötigte man bei 7 Runden viel Ausdauer. Jonathan brachte viel Kampfgeist mit und startete gut mit 4 Punkten aus den ersten 5 Partien. Dann musste er gegen den späteren Turniersieger Gabriel Teixidor Gonzalo vom SG Königskinder Hohentübingen antreten. Diese Hürde erwies sich noch als zu hoch und verlor mit den weißen Steinen. Am Ende kam ein sehr guter 5.Platz von 23 Teilnehmern zustande (4 Punkte).

Der Verein bedankt sich bei allen Eltern der teilnehmenden Schüler, die sich um die Anreise und weitere Verpflegung ihrer Schützlinge kümmerten.
Endstand U08
Endstand U10
Autor: Sören Hader
Veröffentlichung vom:
24.01.2026
Mit Robert Schulz und Jochen Fuchs sind dieses Jahr zwei vom Dicken Turm im Amateurteilnehmerfeld beim renommierten Tata Steel Chess Tournament in Wijk aan Zee mit von der Partie. Sie spielen das große neunrundige Amateurturnier mit, das gestern startete.

Blick von der Empore in die Haupthalle des Turniers

Kleine urige Cafés und Kneipen der Umgebung sind ganz auf das Event ausgerichtet
Autor: Jochen Fuchs
Veröffentlichung vom:
20.01.2026
Ein Bericht von Michael Ramin zum 6. Spieltag der Bezirksliga
Wir konnten bis auf Andreas in Bestbesetzung antreten, somit waren wir nominell an allen Brettern teils deutlich stärker.
Das erste Remis kam von Christian. Er hatte im Mittelspiel einen etwas
ungenauen Zug gewählt und musste mit Remis zufrieden sein.
Das zweite Remis steuerte Harald in ausgeglichener Stellung bei.
Die hinteren Bretter folgten kurz nacheinander. Ich selber bestrafte die
ungenaue Eröffnung meines Gegners und konnte früh einen Bauern und zwei Figuren für einen Turm gewinnen. Die entstandene Position war nach ein paar Zügen klar gewonnen, mein Gegner
gab auf.
Jan gewann nach beidseitigen Ungenauigkeiten eine Figur, damit stand es 3:1.
Sebastian folgte mit einer sehenswerten Angriffspartie. Den Matt-Angriff konnte sein Gegner nur unter Figurenverlust vermeiden. Nach Abtausch blieb die Mehrfigur und ein klar gewonnenes Endspiel mit
folgendem Bauerngewinn - 4:1.
Günter gewann zunächst im späten Mittelspiel einen Bauern, kurz darauf eine ganze Figur. - 5:1.
JP konnte seine schlechtere Stellung halten (er hatte zeitweise zwei Bauern weniger) und erzielte nach langem Kampf das 3. Remis.
Heinz spielte am längsten, er knetete aus der etwas besseren Position (sein Gegner hatte einen Doppelbauern) so lange, bis er in ein gewonnenes Bauernendspiel überleiten konnte.
Somit blieb unter dem Strich ein überzeugendes und solides 6,5:1,5
Autor: Jochen Fuchs
Veröffentlichung vom:
23.12.2025
Im November berichteten wir über die Württembergische Amateurmeisterschaft. Bundesweit gibt es seit 2001 eine eigene Serie, die vom Deutschen Schachbund organisiert wird, die Deutsche Schach-Amateurmeisterschaft, kurz DSAM. Sie findet mit insgesamt 7 Vorrundenturnieren statt, die klassischerweise an den Wochenenden (Freitag bis Sonntag) über 5 Runden gehen. Die Besonderheit ist, es wird insgesamt an 7 verschiedenen Leistungsgruppen von A bis G gekämpft, und bietet damit für jeden Spieler reale Gewinnchancen.
Im Schach spricht man im allgemeinen von Amateur, wenn ein Spieler keine ELO-Zahl von mind. 2400 oder 2350 besitzt und trifft wohl auf fast alle Schachfreunde und Leser dieser Seite zu. ;-) Der Deutsche Schachbund möchte damit den Breitensport fördern und die Vorrunden genießen eine immer größere Beliebtheit. Auch dieses Mal nutzte Vereinsspieler Sören Hader kurz vor Weihnachten die Gelegenheit in Gruppe E gegen gleichwertige Spieler anzutreten.
Austragungsort war das Maritim Hotel in der ehemaligen Hauptstadt Bonn. Das Hotel bot eine geeignete Spielstätte in passender Größe an. So konnten einmalig in dieser Turnierserie alle Teilnehmer im selben Raum auf verschiedenen Ebenen spielen. Schon im Vorfeld war bei den Anmeldungen die obere Grenze von 725 Teilnehmern erreicht. Wer sich erst später meldete, musste Platz in den Wartelisten nehmen und hoffen, noch in das Feld reinzurutschen.
Das Hotel bot einige Annehmlichkeiten an. Neben dem großen Spielsaal gab es einige kleine Räume zum Ausruhen, Unterhalten und Analysieren. Zu Mittag wurde ein preiswertes Menü zur Stärkung angeboten. Ein (echter) Großmeister, Christopher Noe vom Bundesligisten SC Eppingen, stand zudem zur Verfügung, die eigene Partie im Anschluss analysieren zu lassen.
Trotz der vielen Teilnehmer hatte man ruhige Bedingungen am Brett. Die Doppelrunden am Freitag und Samstag kosteten schon viel Kraft, wenn man seine Partien voll ausspielte. Der Esslinger Schachfreund Sören Hader kam in den ersten drei Parteien schwer in die Eröffnung rein und musste jeweils um den Ausgleich kämpfen. Durch einige Zähigkeit im Mittel- und Endspiel kamen ein Sieg und zwei Unentschieden zustande. Nach einem leichteren Sieg in Runde 4 stand er mit 3,0 Punkten an der erweiterten Spitze vor dem Sonntag.
Für viele Spieler ist dieser Sonntag ein besonderer Tag, denn in der letzten Runde besteht noch die Möglichkeit, eine der 7 begehrten Qualifikationsplätze pro Gruppe für das Finalturnier im Juli 2026 in Dresden zu ergattern. Durch die direkten Ansetzungen am Brett entstehen spannende, auch dramatische Duelle, wo oft nur ein Sieg die Chance auf die Qualifikation wahrt. Insgesamt konnten an die 20 Spieler in der Gruppe E mit 3 und mehr Punkten darauf noch hoffen. Am Brett hatte Sören Hader die weißen Steine und hielt zunächst in der Sizilianischen Drachenvariante das Läuferpaar. Nach weiterem Abtausch der Figuren entstand ein Endspiel mit Läufer und 5 Bauern gegen Springer und 5 Bauern. In derartigen Stellungen ergeben sich im Duell der Leichtfiguren unterschiedliche Konstellationen. Der Läufer ist die schnellere Figur, erreicht aber nur die Hälfte aller Felder auf dem Brett. Der Springer, kleinschrittiger, kann zwischen den Brettfarben wechseln, benötigt aber dazu einigen Anlauf. Nach knapp 60 Zügen sah keiner der beiden Seiten noch ein Weiterkommen der jeweiligen Bemühungen. Man einigte sich schweren Herzens auf ein Remis, im Wissen, dass man für die ersten 7 Plätze mindestens 4,0 Brettpunkte benötigen wird. So reichte es am Ende für Platz 15 (von 96 Teilnehmern in der Gruppe) und dem Zugewinn von 8 DWZ-Punkten.
Die hohe Teilnehmerzahl und auch die gute Durchmischung von Jung und Alt zeigt, dass der Breitensport im Schach weiterhin eine Zukunft hat und die kurzen Wochenendturniere eine steigende Nachfrage genießen. Den einzigen Wunsch, den der Autor hier noch aussprechen möchte ist, dass in der neuen Serie auch ein solches Turnier in Baden-Württemberg oder zumindest im benachbarten Hessen oder Rheinland-Pfalz wieder mal stattfindet.
Zur Turnierseite.
Autor: Sören Hader
Veröffentlichung vom:
21.12.2025
Hier eine kurze Zusammenfassung der Geschehnisse vom heutigen 5. Spieltag in der Bezirksliga - von Michael Ramin:
Brett 1) Heinz Englmeier kam nicht besonders mit der Behandlung der Sizilianischen Eröffnung seines Gegners zurecht - und verlor eine Qualität sowie einen Bauern; glücklicherweise konnte er seinem Gegner ein Remis abringen.
Br. 2) Günter Kunert hatte in komplizierter Stellung einen Bauern gewonnen. Sein Gegner konnte aber ins Dauerschach abwickeln, was Günter nur unter Rückgabe des Bauern nebst schlechterer Position hätte ablehnen können - Remis.
Br. 3) Harald Blum wickelte in ein Leichtfigurenendspiel mit gleichen Bauern ab, der Vorteil des Läuferpaares war marginal - Remis.
Br. 4) Jens-Peter Schulz kam zu aktiver Stellung mit einem Bauern weniger, gab dies dann wegen sich anbahnender Zeitnot remis.
Br. 5) Ich selber wählte nach der Englischen Eröffnung eine Fortsetzung, mit deren Ende ein Bauernverlust einherging, anstatt alle Schwerfiguren abzutauschen (mit "Spiel auf ein Tor") - mein Gegner nahm das Remisangebot an.
Br. 6) Jan Albruschat hatte zwischenzeitlich einen Mehrbauern und die deutlich bessere Position,
musste sich aber nach drei (!) schwächeren Zügen mit Remis begnügen.
Br. 7) Stefan Handl hatte eine gewohnt komplizierte Stellung herausgespielt, opferte (wohl zu optimistisch) im Zentrum eine Figur und gewann zwischenzeitlich vier (!) Bauern dafür. Lange sah es aus, als würde dies durchschlagen, aber sein Gegner gewann Bauern zurück. Es war die letzte Partie, und der gegnerische Springer schlug einen Bauern - dann sah der Gegner Gespenster (der deckende Turm war zwar gefesselt, hätte aber den fesselnden Turm schlagen können), dachte, er verliert die Figur, und gab auf.
Ein schönes Weihnachtsgeschenk!
Br. 8) Suat Duran gewann nach der Eröffnung solide einen Bauern und führte diesen Vorteil souverän zum Sieg.
Alles in allem ein ziemlich glücklicher 5:3-Sieg für uns!
Autor: Jochen Fuchs
Veröffentlichung vom:
20.12.2025
Michael Ramin fasst kurz den vergangenen Spieltag der Ersten zusammen:
Erstmals in dieser Saison konnten wir zum Heimspiel gegen Deizisau 3 in
Bestbesetzung (die ersten 8 Bretter) antreten!
An Brett 1 kam ein spannendes Leichtfigurenendspiel aufs Brett, in dem
Andreas Reuß etwas mehr Raum hatte.
Durch geduldiges Manövrieren brachte er sein Gegenüber in Zugzwang - 1:0
An Brett 2 konnte der Gegner von Heinz Englmeier einen Mattangriff nur durch einen
Bauernverlust abwenden.
Diesen Vorteil münzte Heinz gekonnt und gewohnt sicher um. 1:0.
An Brett 3 gewann Günter Kunert nach taktischen Verwicklungen im Mittelspiel eine
Figur, darauf gab sein Gegner auf. 1:0.
Die Bretter 4-6 sowie Brett 8 mündeten nach ausgeglichenem Spiel jeweils im
sicheren Remishafen.
Da unser Sebastian Manecke an Brett 7 bereits lange zusehen konnte (sein Gegner
erschien nicht und er gewann kampflos), konnten wir sicher gewinnen, am Ende stand es 6:2 und der zweite
Tabellenführer wurde entthront.
Am 21.12. (4. Advent) kommt es zu einem etwas kuriosen "Auswärtsspiel"
zuhause in der alten Aula (der Gegner, aktuell Tabellendritter, Zell u. A. muss kurz vor Weihnachten
ausweichen mangels Spiellokal).
Mit einem Sieg könnten wir uns oben festsetzen, zumindest wäre der
Klassenerhalt schon vor Weihnachten perfekt!
Autor: Jochen Fuchs
Veröffentlichung vom:
18.12.2025
Am letzten Mittwoch vor Weihnachten fand wieder die traditionelle Weihnachtsfeier im Rittersaal des Spiellokals Trödler zur Burgschenke statt.
Und dieses Jahr sollte es richtig voll und lebhaft werden - nicht zuletzt wegen der zahlreich anwesenden Kinder und Jugendlichen schon im ersten Teil des Abends - ein sichtbarer Erfolg der großartigen Jugendarbeit des neuen Jugendleiters Sören Hader, der zusammen mit seinem engagierten Team in kurzer Zeit auf die Beine gestellt hat, was noch vor ein, zwei Jahren niemand für möglich gehalten hätte. Auch einige Eltern und Gäste waren anwesend und schauten dem spielbegeisterten Nachwuchs bei einem kleinen Simultanmatch zu. Belohnt wurden die jungen Spieler schließlich mit einem Extra-Festessen.

Danach begann allmählich der offizielle Teil des Abends, der mit der kurzen Ansprache des Vorsitzenden Bernd M. Stüben eröffnet wurde. Auch der Spieleiter Suat Duran erstattete noch einen kurzen Saisonzwischenbericht, bevor das Hirschgulasch-Menü serviert wurde.
Nach diesem eher gemütlichen Teil wurden die Tische für das anschließende ebenso traditionelle Blitzturnier präpariert. Erstmals wurden dafür zwei Gruppen gebildet.

Als Finalisten setzten sich schließlich Udo Scharrer und Sebastian Manecke durch.


In einem spannenden Finalmatch siegte Udo Scharrer und erhielt als Preis ein wertvolles Antikspielset ...

Autor: Jochen Fuchs
Veröffentlichung vom:
14.12.2025
Dass man heute in Runde 4 der Kreisklasse daheim im Stadtderby "nicht hoch gewinnen" würde, war angesichts der spielstärkemäßigen Überlegenheit des Freibauern 2 an allen Brettern absehbar - doch die Deutlichkeit der 2:6-Niederlage schmerzte dann doch und hätte nicht sein müssen.

Am 6. Brett profitierte Matthias Giese zunächst von einem inkorrekten, nicht durchschlagenden Qualitätsopfer seines Gegners, doch behielt dieser noch genug Initiative, um in ein nicht ungefährliches Endspiel zu kommen. So nahm Giese das Remisangebot nachvollziehbarerweise lieber an.
Fuchs an 1 lieferte eine miserable Vorstellung ab: die fahrige Eröffnungsphase hinterließ eine ramponierte Bauernstruktur und unkoordinierte Figuren, welche dann auch noch in einen Läuferspieß taumelten ...
Der Joker Gerd von Olnhausen, wieder als Ersatz am Schlussbrett, zog mit etwas Glück! In gedrückter Stellung entschied er sich für ein Qualitätsopfer als Befreiungsschlag im Zentrum, was der Gegner aber parieren konnte. Nur verrechnete sich dieser dann an der Schwelle zum Endspiel, so dass von Olnhausen mit einem Mehrbauern ins Turmendspiel gehen und gekonnt einen Punkt holen konnte.
Mannschaftsführer Guntram Doleschal (2) stand lange ausgeglichen und weitgehend stellungssymmetrisch - doch lief er zum Schluss in einen nicht mehr zu verteidigenden Doppelangriff auf die Grundreihe.
Sören Hader (3) verlor im dichtgepackten Zentrum einen eingekreisten Läufer und erlebte schließlich die volle Härte eines konzertierten Schwer- und Leichtfigurenmattangriffs auf seinen König.
Ohne Zeitnotschlacht kam diesmal Ronald Hahnke (5) aus. Eine ausgeglichene Stellung legte den beiden Kontrahenten bald eine Punkteteilung nahe, die mehr oder weniger forcierten Abtausche standen kurz bevor.
Am 7. Brett hatte Stefan Handl die Qualität gewonnen, doch gelang seinem Gegenüber ein erfolgreicher Bauernsturm auf die große Rochadestellung.
Zuletzt noch Robert Schulz (4): geschlossene Stellung, eingekeilte Figuren beiderseits, doch der "Freibauer"-Spieler erwies sich als strategisch überlegen und zerdrückte die Rochadestellung mit seiner Schwerfigurendrucksäule.
Autor: Jochen Fuchs
Veröffentlichung vom:
07.12.2025
Die Württembergische Schachjugend (kurz WSJ) der Landkreise Esslingen und Göppingen veranstalten jedes Jahr ihre eigene Meisterschaften. Veranstaltungsort war am 6.Dezember die Stadt Plochingen. Von den 41 jugendlichen Schachfreunden der Altersgruppen U8 bis U18 nahmen auch erstmals 5 Spieler unseres Vereins teil. Unsere Schülerabteilung hat in den letzten Jahren stabile Zuwächse verzeichnet und es wurde einmal Zeit, die Kräfte mit anderen Kindern aus den verschiedenen Vereinen der beiden Landkreise zu messen.
Schon kurz vor 9 Uhr herrschte großer Andrang bei der Anmeldung am Spielort der Schachfreunde Plochingen. Viele Kinder und an dem Tag noch nervösere, aber mitfiebernde Elternteile drängten sich im überschaubaren Spielort. Die älteren Jahrgänge spielten im Grafschen Haus. Nachdem alle Spieler registriert waren, hat Organisator Alexander Hande (SV Altbach) die Meisterschaft eröffnet. Jede Altersklasse erhielt einen erwachsenen Verantwortlichen, der für den Wettbewerbsablauf und Einhaltung der Regeln zuständig war. Unser Jugendleiter Sören Hader betreute das Turnier der U12 und hatte nur wenig Arbeit mit den schon versierten Schachspielern. Sehr viel Geduld zeigte der Verantwortliche für die U8. Insgesamt nahmen dort fünf Kinder teil, davon auch zwei des SV Dicker Turm Esslingen. Der Verantwortliche erklärte die Regeln und stellte sich hilfsbereit den Fragen der Jüngsten und gab wichtige Ratschlage nach jeder Runde. Dahnan Jagadesan Krishnapriya erzielte in dem Turnier Platz 4 und Avyaan Anand Platz 5. Beide gewannen viele Eindrücke und Erfahrungen für weitere Schülerturniere und ließen sich nicht entmutigen. Die Freude an dem Spiel war ihnen anzumerken.
Die U10 war mit insgesamt 10 Teilnehmern besonders gut vertreten, gleich 3 Spieler vom SV Dicker Turm traten hier an. Im Rundensystem hatte Jonathan Arnold einen besonders guten Start erwischt, er gewann die ersten fünf Partien. In dieser Altersstufe ist man aber nie vor Überraschungen gefeit. Die Partien verlaufen in kurzer Zeit hin und her, ein Materialvorteil kann schnell wieder verloren gehen und manchmal schlägt der Mattangriff des Gegner einen Zug früher ein als der eigene.
Timo Metzger hatte zunächst einen langsamen Start mit 0,5 Punkten aus den ersten 2 Partien, holte aber noch 6 Punkte in den restlichen 7 Begegnungen. Gleich zweimal setzte er seine Gegner mit dem Schäferzug innerhalb weniger Sekunden Matt. Diese beliebte Eröffnungsfalle hatte sich noch nicht bei allen Spielern rumgesprochen ;-). Es kam Ende zu einer ungewöhnlichen Schlussrunde. Jonathan Arnold hatte durch gutes Eröffnungsspiel und Herausarbeiten seiner Vorteile 7 Punkte in den ersten 8 Runden erspielt. Er musste gegen seinen Vereins- und Schulkameraden Timo Metzger antreten. In den Vereinsabenden haben sie schon dutzende Male gegeneinander gespielt, aber unter Wettkampfbedingungen ist es immer etwas besonderes. Timo gewann die Partie und sicherte sich damit den 3.Platz. Jonathan hätte mit einen Remis den Kreismeistertitel holen können, war aber mit Silber und Platz 2 sehr zufrieden, wie man auch auf dem Foto sieht. Die Spitze kam in der letzten Runde nochmal dicht zusammen, Platz 1 und 4 trennte nur 0,5 Punkte. Felix Forster, ebenfalls vom SV Dicker Turm, spielte sein erstes Turnier mit Schachuhr und holte einige Siege und erzielte mit 3,0 Punkten einen geteilten 7.Platz. Er sammelte in den Turnier- und freien Partien zwischendurch viele Erfahrungen und wird auch hoffentlich zukünftig bei weiteren Turnieren unseren Verein vertreten.
Schon Ende Januar 2026 stehen die Bezirksmeisterschaften für Neckar-Fils an, an denen auch Schachfreunde aus den Landkreisen Reutlingen und Tübingen teilnehmen werden. Die ersten Pläne auch an diesen Meisterschaften teilzunehmen, werden schon geschmiedet und hoffen auch davon berichten zu können.
Zu den Ergebnissen der verschiedenen Altersklassen.
Autor: Sören Hader
Veröffentlichung vom:
30.11.2025
Am heutigen 1. Adventssonntag fuhr die Zweite in der Kreisklasse in Runde 3 einen fulminanten Auswärtssieg in Altbach ohne eine einzige Brettniederlage ein.
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In Vorteil war man schon durch den kampflosen Siegpunkt von Edeljoker Gerd von Olnhausen an Brett 8.

Stefan Handl (7) hatte relativ leichtes aktives Spiel und sammelte Bauer um Bauer ein, so dass die Siegerstraße für ihn unversehens immer breiter wurde.
An 3 gewann Sören Hader ebenfalls. Hier lagen die Dinge nicht ganz so einfach, aber aktives Figurenspiel erlaubte ihm sogar, mit einem Minusbauern zu agieren und einmal mehr Initiative über Material triumphieren zu lassen.
Cédric Froidevaux (6) hatte einen schönen Königsangriff mit offenen Linien auf dem Brett. Dies bildete die Grundlage, um mit entscheidendem Materialvorteil in ein bequemes Endspiel überzugehen.
Angesichts des Spielstandes konnte Mannschaftsführer Guntram Doleschal (2) ein weitgehend entspanntes Remis mit seinem Altbacher Amtskollegen aushandeln.
Die zweite Punkteteilung ergab sich an Brett 4 von Robert Schulz. Er hatte zwar zuvor noch ein Remisangebot seines Gegenübers abgelehnt, weil er sich im Bauernendspiel zurecht im Vorteil sah - doch fand er nicht den entscheidenden Gewinnweg und willigte später - nun völlig gefahrlos für den Mannschaftserfolg - ins Remis ein.
Jochen Fuchs (1) münzte einen strategischen Vorteil der dynamischeren Bauernstruktur in ein Turmendspiel mit entferntem Freibauern um. Dass dieses zum vollen Punktgewinn führte, war ein schöner Lohn.
Am Ende - und wieder in unendlicher Zeitnot - kämpfte wieder nur noch Ronald Hahnke (5). Das Endspiel mit Dame, Turm und Leichtfigur und jeweils offen stehenden Königen war bis zum Schluss hoch taktisch. Ronald behielt die eiserne Ruhe, kam zu den notwendigen Abtauschen, so dass seine Mehrbauern als das entscheidende Argument für den verdienten Sieg verblieben.
7:1! Grandios kommt die Zweite in die Spur ...
Autor: Jochen Fuchs
Veröffentlichung vom:
17.11.2025
In der Bezirksliga gewann die Erste bei SF Göppingen 2 etwas überraschend mit 4,5 zu 3,5.
Michael Ramin berichtet:
Die Vorzeichen waren nicht gut, mussten wir doch mit zwei Ersatzspielern antreten. Glücklicherweise erging es unseren Gegnern nicht besser, so das alles wieder auf "null" stand.
In Brettreihenfolge die Zusammenfassung der Partieverläufe:
An Brett 1 kam Günter Kunert nicht gut aus der Eröffnung. In kompakter Position verteidigte er sich aber umsichtig und hatte so ein sicheres Remis.
Jens-Peter Schulz (2) hatte aus der Eröffnung heraus eine ausgeglichene aktive Stellung erreicht - logische Folge: ein sicheres Remis.
Ebenfalls Remis holte Christian Dörfler (3), trotz taktischer Verwicklungen immer die Übersicht
behaltend.
Die vierte Punkteteilung steuerte nicht minder umsichtig Sebastian Manecke (4) bei.
In einem Damengambit, welches ohne Risiken gespielt wurde, gewann Michael Ramin (5) durch eine taktische Verwicklung einen Bauern. Er konnte sodann durch weitere Drohungen alle Figuren abtauschen und in ein gewonnenes Endspiel abwickeln.
Jan Albruschat (6) hatte einen Bauern verloren, jedoch einen sehr aktiven Springer. Sein Gegner verlief sich mit Dame und Springer in eine Drohung, die er nur durch Figurenverlust parieren konnte. Das
Endspiel war für Jan relativ leicht gewonnen.
An 7 hatte Stefan Handl eine gute Stellung ins Mittelspiel gebracht mit zahlreichen taktischen Drohungen, die sein Gegenüber jedoch mit Umsicht und Glück parieren konnte. In dem taktischen Gemetzel verlor
Stefan eine Figur und damit die Partie.
Ronald Hahnke (8) kam gut aus der Eröffnung und hatte im Mittelspiel leichte
Gewinnaussichten. Nach ein paar ungenauen Zügen musste er als letzter kämpfen und erreichte
schlussendlich ein sicheres Remis.
Autor: Jochen Fuchs
Veröffentlichung vom:
15.11.2025
Der Schachverein Dicker Turm ist mit vier Mannschaften in drei verschiedenen Ligen vertreten. Auf der SVW-Schachliga-Seite sind die aktuellen Spielstände zu sehen. Allerdings ist deren Darstellung gerade in der Statistik nicht vollständig. Deshalb werden hier jeweils aktualisiert alle relevanten Infos als PDF nach jedem Spieltag abgelegt:
1.Mannschaft, Bezirksliga B
2.Mannschaft, Kreisklasse ES/GP
3.Mannschaft und Spielgemeinschaft mit RSK, B-Klasse ES/GP
Viel Spaß beim Stöbern.
Autor: Sören Hader
Veröffentlichung vom:
02.11.2025
WAM ist die Württembergische Amateurmeisterschaft und ist eine Turnierserie, die über die Saison im Ländle verteilt stattfindet. Am 1.November, Allerheiligen, machte sie in Oeffingen, einem Stadtteil von Fellbach, Station. Die Organisatoren hatten dabei ein volles Programm, denn neben dem Turnier fanden ebenfalls die Kreismeisterschaften von Stuttgart-Mitte und Stuttgart-Nord der U8 bis U18 statt. 8:15 Uhr, als die Anmeldungstore sich öffneten, bildeten schon viele schachspielende Kinder und einige Eltern eine lange Schlange. Viele Helfer stellten in der Festhalle Oeffingen routiniert Tisch, Stühle, Bretter und Uhren auf.
Erfahrungsgemäß gibt es bei Turnieren dieser Größenordnung immer wieder Verzögerungen. Teilnehmer, die zu spät kommen oder kurzfristig absagen, Nachfragen und Umstellungen der Gruppen, es gibt immer viel Klärungsbedarf. Das nehmen aber die meisten Spieler gelassen, und so hat jeder seine eigene Routinen sich mental auf die kommenden Runden vorzubereiten. 9:45 saßen dann alle an ihrem Platz, und die 1.Runde konnte beginnen. Die Besonderheit dieser Turnierserie ist, dass immer Vierergruppen mit gleichstarken Spielern aufgestellt werden, die im Rundensystem jeder gegen jeder antreten. Alle 3 Partien finden an einem Tag statt, was eine besondere Herausforderung an Ausdauer, Geist und Physis darstellt. Ungewohnt ist, dass die Bedenkzeit nur(!) 90 Minuten pro Spieler und Partie beträgt. Viele sind es gewohnt, mehr Bedenkzeit auch durch das sogenannte Inkrement pro Zug zu bekommen. Hier konnten nun dramatische Zeitnotphasen entstehen, wenn man trotz besserer Stellung nur noch wenige Sekunden auf der Uhr hat.
Insgesamt gab es 10 verschiedene Gruppen, ich wurde in die Gruppe 3 einsortiert. Ich bekam 3 wirklich junge Spieler mit einer DWZ von jeweils knapp unter 1500 zugelost. Schon in der ersten Runde bekam ich den zähen Verteidigungswillen der aufstrebenden Generation zu spüren. Trotz eines Qualitätsvorteils kam ich in Zeitnot nicht über ein Unentschieden hinaus. Die Umstellung auf die verkürzte Bedenkzeit bekam ich in der 2.Runde dann richtig zu spüren. Mit Vorteilen im Zentrum wurde meine Bedenkzeit immer knapper. So fielen ein Bauer nach dem nächsten auf meinen Brett dem zum Opfer. Jetzt musste ich selbst besondere Verteidigungskünste zu Tage rufen.
Mit Weiß musste ich auf ein Wunder hoffen. Die schwarzen Bauern sind nicht mehr aufzuhalten. Und dann passierte wirklich das Unerwartbare. Nachdem beide schon in arger Zeitnot und nur wenige Minuten auf der Uhr waren, spielte mein Gegner Dc5 und wollte die Damen tauschen. Dabei übersah er das Matt mit Da8. In der letzten Runde ging es dann um den Gruppensieg. Anna Knaudt vom SV Reutlingen benötigte mit ihren 2 Punkten nur noch ein Unentschieden gegen mich, um die Gruppe für sich zu entscheiden. Mit Schwarz kam für mich die Italienische Partie aufs Brett. Es ergaben sich dabei Vorteile, aber meine Gegenspielerin fand immer wieder gute Fortsetzungen. An den anderen Tischen waren die Partien schon beendet. Nur noch unsere Partie war offen und so schauten immer wieder neugierige Gesichter auf unser Brett. Hier merkte ich schon langsam mein "Alter", denn an zwei Positionen fand ich nicht die richtige Fortsetzung, ihren Springer zu kassieren.

Mit Schwarz zog ich meinen König an den Springer nach b6 ran. Richtig war aber vorher mit Läufer e6 das Schlupfloch für den Springer zu schließen und anschließend mit dem König Richtung Springer zu laufen. Wir einigten uns dann später auf ein Remis.
Es war schon ein besonderes Erlebnis. Kurz nach 19 Uhr war dann alles zu Ende. Über 9 Stunden Schach pur und vor allem mit vielen schachbegeisternden Kindern und Jugendlichen, die hochkonzentriert ihrer Leidenschaft nachgingen. Eine Sportart, um die es uns nicht Bange sein muss. Mit 2 Punkten aus 3 Partien und dem 2.Platz kann ich durchaus zufrieden sein. Eine bessere Zeiteinteilung und etwas mehr Übersicht im Endspiel hätte mehr möglich gemacht. Ich kann durchaus eine Empfehlung für Schachfreunde aussprechen, die nicht die Zeit für lange Turniere haben, aber sich mal einen Tag von ihrem Alltag freinehmen können und sich selbst testen wollen.
Autor: Sören Hader